Die Geschichte der charismatischen Bewegung

Die charismatische Bewegung - Teil 1 von 2 -

von Alfred Kuen, 1976

I. Der Aufbruch

Was ist der charismatische Aufbruch?

Die wichtigste Versammlung in der charismatischen Bewegung ist die Gebets-Versammlung. Sie ist der »Schlüssel der Bewegung« (O'Connor), »der Hauptteil des Aufbruchs« (H. Caffarel). Menschen verschiedener Altersklassen, sozialer Schichten und Konfession treffen sich gewöhnlich einmal pro Woche, um Gott zu loben und anzubeten, Fürbitte zu leisten, gemeinsam zu singen und Zeugnis darüber abzulegen, was Gott in ihrem Leben getan hat. Während dieser Versammlung, die kaum einmal weniger als zwei Stunden dauert - die sich aber über fünf Stunden hinziehen kann -, liest man Abschnitte aus der Heiligen Schrift; manchmal erläutert einer der Anwesenden einen Text, der ihn besonders angesprochen hat. Man betet still; wer eine »Weissagung« oder eine Botschaft »in Zungen« empfängt, spricht sie freimütig aus. Das Ende eines Liedes kann sich auch durch einen »Gesang in Zungen« hinauszögern, wobei jeder mit den Worten und der Melodie, die ihm eingegeben werden, seinen Teil dazu beiträgt. Man erbittet die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die, die darum gebetet haben. Wer zum ersten Mal an solchen Versammlungen teilnimmt, ist über die Freude der Teilnehmer überrascht - im Gegensatz zu der gewohnten Atmosphäre bei Gebetsversammlungen.

Von Zeit zu Zeit versammeln sich alle, die in der Bewegung engagiert oder an ihr interessiert sind, zu regionalen oder überregionalen Wochenendtagungen oder Begegnungen. So führten schon 1972, einige Monate nach den ersten Anfängen des charismatischen Aufbruchs, Domherr Caffarel und der Pater von Monleon in Neuilly mehr als vierhundert Menschen zusammen. Der Konvent von Viviers (Oktober-November 1973) zog neben anderen mehr als hundert Pfarrer und Priester an. 1400 Christen kamen 1974 zum charismatischen Konvent der »Offenen Tür« bei Chalon-sur-Saone. In den USA nahmen an der »VII. Internationalen Konferenz des charismatischen Aufbruchs« 25 000 Menschen teil, darunter Kardinal Suenens, der Primat von Belgien. »Man ist überrascht«, schreibt er, »von der Atmosphäre des Glaubens, der Jugend, der Brüderlichkeit, der Spontaneität, die sich hier offenbart und die sich vor der Einfachheit von Gesten und Haltungen nicht scheut.«

In Gegenden, wo Katholiken und Protestanten beieinander wohnen, sind die Gebetsgruppen meistens interkonfessionell; aber es gibt auch ausschließlich protestantische oder katholische Gruppen. In überwiegend protestantischen Ländern findet man charismatische Rüstzeiten für Pfarrer und engagierte Gemeindeglieder, die sich kaum von evangelikalen Zusammenkünften unterscheiden. Sie ziehen öfter die lebendigsten Kräfte der Landeskirchen an, die schon jahrelang unter der geistigen Dürre ihrer Kirche schmachteten und sich nach einer Erweckung sehnten. Was sie in dieser Bewegung anzieht, ist die geistige Frische, die brüderliche Liebe und Gemeinschaft, das Gebetsleben, die Bibelstunden viel mehr als das Zungenreden oder andere Wundergaben. Da, wo solche Zusammenkünfte von bibelkundigen und bibeltreuen Gottesdienern geleitet werden, hat die Bewegung einen vollkommen anderen Charakter als in den katholischen Ländern.

Am meisten Aufsehen hat die charismatische Bewegung in der katholischen Kirche erregt, weil sie da Früchte zeitigte, die in diesem Rahmen nur selten bekannt waren.

Am 10. Oktober 1973 definierte Papst Paul Vl. die Charakteristika der Bewegung so:

»Einige gemeinsame Merkmale erscheinen in diesem Aufbruch: die Neigung zu einem tiefen, persönlichen und Gemeinschaft stiftenden Gebet, Rückkehr zur Kontemplation und Lob Gottes; der Wunsch, sich Christus total auszuliefern; eine große Bereitschaft, den Weisungen des Heiligen Geistes zu gehorchen; ein viel eifrigerer Umgang mit der Heiligen Schrift; eine weitgehende Hilfsbereitschaft den Brüdern gegenüber; der Wille, zur Koordination der Dienste der Kirche beizutragen. In all dem können wir das geheimnisvolle und stille Werk des Heiligen Geistes erkennen, der die Seele der Kirche ist«.

In dem 1974 erschienenen Buch »Ein neues Pfingstfest?« (franz.) ergreift Suenens klar Partei für die charismatische Bewegung und sieht in ihr ein Zeichen der Hoffnung für die Kirche von morgen. Er legt in dem Buch sein persönliches Zeugnis ab und erzählt, wie sein geistliches Leben erneuert wurde, nachdem er eine Gruppe von Freunden ersucht hatte, unter Handauflegung für ihn zu beten (S. 250). »... Ich wurde dazu getrieben, mich von Grund auf nach der Echtheit meines Glaubens zu fragen und zu entdecken, daß ich zwar an die Wirksamkeit des Heiligen Geistes glaubte, aber in einem abgegrenzten Bereich, und daß der Heilige Geist nicht das volle Orgelspiel in mir spielen konnte, da einige Pfeifen aus Mangel an Verwendung außer Gebrauch blieben ... Ich verdanke dieser Bewegung eine Art neuer geistlicher Jugend, eine tiefer empfundene Hoffnung, die Freude, gesehen zu haben, wie gewisse unmögliche Dinge möglich werden, und ein neues Lesen der Heiligen Schrift ... «.

Während des Wochenendes Pfingsten 1975 versammelten sich fast 10 000 Delegierte in Rom zu einem internationalen Kongreß des katholischen charismatischen Aufbruchs. Sie schätzen, daß sich eine halbe Million Katholiken in 1 800 Gruppen in etwa hundert Ländern versammeln.


II. Ein wenig Geschichte

Die Anfänge der neuen charismatischen Bewegung

1951 bekam ein pfingstkirchlicher Pfarrer aus Südafrika, David Du Plessis - Generalsekretär der Assemblies of God, der beauftragt war, den Weltkongreß pfingstkirchlicher Gemeinden zu organisieren -, Kontakte mit den Verantwortlichen des Ökumenischen Rates der Kirchen.

»Im Jahr 1954,« sagt er, »hat der Herr klar zu mir gesprochen und mir gesagt, ich solle vor der Leitung des Weltkirchenrates mein Zeugnis ablegen.«

Er wurde freundlich aufgenommen und eingeladen, an den internationalen Kongressen des Ökumenischen Rates der Kirchen teilzunehmen. Nach und nach änderte sich die Haltung der »großen Kirchen« den Pfingstgemeinden und ihrer Lehre gegenüber.

»Seit 1961«, sagt Du Plessis, »habe ich die Ergebnisse dieses Wandels gesehen, und ich kann bestätigen, daß die Erweckung von Pfingsten jetzt schnell in ihnen erstarkt. Und das Überraschendste daran ist, daß man diese Erweckung in den sogenannten liberalen Gruppierungen findet, viel weniger bei den Evangelikalen und gar nicht bei den Fundamentalisten ... Ich habe diesen Tatbestand überall festgestellt, und ich glaube, daß er sogar auf die ganze Welt zutrifft.«

Über diese Tatsache sollte zweifellos gründlich nachgedacht werden. Wie dem auch sei, von den sechziger Jahren an dringt die pfingstlerische Lehre über die Geistestaufe als »zweite Erfahrung«, markiert durch das Zungenreden, nach und nach in die großen Kirchen ein. Glieder der episkopalen (anglikanischen), presbyterianischen (reformierten) und lutherischen Kirchen, die vom Formalismus und der inneren Kälte in ihren Gemeinden enttäuscht sind, suchen und erhalten die »Geistestaufe«.

Die großen Kirchen leerten sich. Man war auf der Suche nach neuen Wegen. Schon 1953 hatte der anglikanische Bischof Leslie Newbigin in seinem Buch »Der Haushalt Gottes« (engl.) die Aufmerksamkeit der christlichen Welt auf einen »dritten Standpunkt« gelenkt - neben Katholizismus und Protestantismus -, den pfingstlerischen Standpunkt, der in der Lage sei, die beiden anderen zu berichtigen und zu ergänzen. Ihn wird Dr. Van Dusen, Direktor eines theologischen Seminars in New York, bald darauf die »dritte Kraft des Christentums« nennen.

Im gleichen Zeitraum verbreitet eine 1953 von Anhängern der Pfingstbewegung in Kalifornien gegründete internationale Vereinigung von christlichen Geschäftsleuten, die Full Gospel Business Men's Fellowship International (Full Gospel = ganzes Evangelium = pfingstkirchliches = F. G. B. M. F. I.) in der Schicht des kaufmännischen und industriellen Bürgertums die Lehre über die »Geistestaufe«. So kam es, daß eine ganze Anzahl von Pfarrern und Laien diese »zweite Erfahrung«, markiert durch das Zungenreden, machte, und da sie in ihren Kirchen blieben, erlebte man den »Vorgang einer Pentekostalisierung der traditionellen Kirchen«. John Sherrill, der 1959 die Glossolalie untersuchte, fand schon in diesem Zeitraum viele Nichtpfingstler, darunter auch zur F.G.B.M.F.I. gestoßene Geschäftsleute, die in Zungen redeten; außerdem las er immer häufiger Äußerungen einflußreicher Persönlichkeiten der traditionellen Kirchen über die »dritte Kraft« des Christentums.


Das entscheidende Moment (3.4.1960)

Eine Predigt von Rektor Dennis Bennett von der Episkopalkirche in Van Nuys (Kalifornien) über die unterschwellige Pfingstbewegung führte dann zur Explosion. Er sprach in seiner Predigt davon, daß er selbst die »Geistestaufe« erlebt und die Gabe der Zungenrede empfangen habe. Einige Monate vorher hatte ein auffallend strahlendes Ehepaar aus seiner Gemeinde seine Aufmerksamkeit erregt: sie versicherten, daß sie ihre Freude und ihr intensives geistliches Leben dieser Erfahrung verdankten. Dennis Bennett hatte seit langer Zeit keine Beziehung mehr zu Gott gehabt. Am Seminar hatte man alle Kräfte aufgeboten, den zukünftigen Pfarrern zu beweisen, daß es keine Wunder gebe, und die Bibel war für viele dieser zukünftigen Pfarrer nicht viel mehr als eine Sammlung alter Mythen. Einer seiner Professoren hatte sich sogar freimütig als Atheisten bekannt. Bennett erfüllte seine kirchlichen Amtshandlungen, wie sein Beruf es von ihm verlangte, aber ohne Begeisterung oder Frucht. Er begriff, daß ihm das fehlte, was diese beiden Jungverheirateten besaßen, erbat die »Geistestaufe« und erhielt auch die Gabe der Zungenrede, die war sozusagen im »Preis inbegriffen«. Sein Leben wurde dadurch umgestaltet: Freude, die Freiheit, Gott zu loben, neue Kraft für seinen Dienst, Bekehrungen in der Gemeinde. Seine Frau und sechzig seiner Gemeindeglieder machten die gleiche Erfahrung. (Bennett, In der dritten Stunde, Erzhausen, 1975)

Seine Predigt am 3. April 1960 wirkte wie eine Bombe. Die Lokalzeitungen verbreiteten die Neuigkeit. »Time« und »Newsweek« bemächtigten sich ihrer. Das Fernsehen machte eine Sendung daraus, in der eine Million Fernsehzuschauer den Reverend Bennett sehen konnte, wie er in Zungen sprach (S. 70). Von überallher kamen Briefe: »Könnten Sie bei uns über Ihre Erfahrung sprechen?« (S. 76, 83). Etwa siebenhundert Gemeindeglieder wurden »im Heiligen Geist getauft«, Wunderheilungen gab es, Prophezeiungen, Offenbarungen ... Eines seiner Gemeindeglieder, Jean Stone, faßte die Ergebnisse der »Geistestaufe« folgendermaßen zusammen: Wir konnten die Liebe Gottes weit besser in uns aufnehmen, bekamen das Verlangen, die Bibel zu lesen, hatten ein absolutes Vertrauen zu ihr, wir wurden uns mehr unserer Sünde bewußt und bekamen Kraft zum Zeugnis und zum Gebet mit den Kranken.

Dennoch rief das Zungenreden in der Gemeinde von Van Nuys solche Spannungen hervor, daß D. Bennett wegging. Damit begann für ihn eine Art Reisedienst, der ein gut Teil zur Verbreitung der charismatischen Bewegung in den traditionellen Kirchen beitrug. Reverend Michael Harper aus London, der 1962 die gleiche Erfahrung gemacht und »Fountain Trust« ins Leben gerufen hatte, um die charismatische Erweckung zu verbreiten, lud ihn 1965 zu einer Verkündigungsreise in England ein. Bennett bekam Gelegenheit, in den religiösen und kulturellen Hochburgen Englands zu sprechen: Westminster-Kapelle, Southwark-Kathedrale, an den Universitäten Oxford und Cambridge; die Bischöfe von Bedford, Southwark und Coventry luden ihn ein, ihren Klerus zu informieren. Später machte er viele Reisen durch die ganze Welt.

Der lutherische Pfarrer Larry Christenson machte eine ähnliche Erfahrung und wurde zum eifrigen Verfechter der charismatischen Bewegung auf lutherischem Boden. Für ihn ist das Reden in Zungen nicht das einzige Merkmal der Geistestaufe. Manche durch den Geist Getaufte können damit rechnen, daß eine andere Geistesgabe ihnen die Realität dieser Taufe bestätigte.


In der katholischen Kirche

1966 versammelten sich in den Vereinigten Staaten täglich einige katholische Professoren und Studenten der Universität Duquesne in Pittsburgh zu Gebet und Studium der Apostelgeschichte, um das Lebensgeheimnis der Urkirche zu finden. Zur selben Zeit stießen sie auf das Buch »Das Kreuz und die Messerhelden« von David Wilkerson und »Sie sprechen in anderen Zungen« von John Sherrill. Diese Bücher machten ihnen klar, daß es die wunderhaften Gaben noch heute gibt. Anfang 1967 traten einige Mitglieder dieser Gruppe mit den protestantischen Charismatikern in Verbindung und machten »die Erfahrung von Pfingsten«. Die katholische Pfingstbewegung ist geboren.

Etwa Mitte Februar organisiert die Gruppe ein Wochenende für Gebet und Studium über den Heiligen Geist. Man verharrt von 10 Uhr abends bis 5 Uhr morgens im Gebet. »Einige lobten Gott in unbekannten Sprachen, andere weinten still vor Freude, andere beteten und sangen.«

Die Ausgießung des Geistes verbreitet sich an der Universität von Notre-Dame. Im April führt eine Retraite neunzig Teilnehmer zusammen. Priester treten in die Bewegung ein. Die Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten hört einen Bericht über »die Pfingstbewegung in der katholischen Kirche der USA«, wo es heißt: »Man muß zugeben, daß die Bewegung vom theologischen Standpunkt aus legitime Existenzgrunde hat. Sie besitzt eine solide biblische Grundlage, und man könnte schwerlich das Werk des Heiligen Geistes hindern, das sich so reichlich in der Urkirche manifestiert hat.« Die Lehrkommission beschloß, daß man der Bewegung erlauben müsse, sich zu entwickeln, 90 % der Bischöfe befürworten sie. Es ist anzumerken, daß in den Vereinigten Staaten die Lektüre und das Studium der Bibel im katholischen Milieu weit mehr verbreitet ist als in europäischen Ländern und daß man die amerikanischen Erfahrungen und Reaktionen nicht automatisch auf unseren Kontinent übertragen kann.

Wie ein Buschfeuer erfaßt nun die Bewegung die fünf Kontinente. Im Juni 1974 zählte der 2. internationale Kongreß in South Bend um die 30 000 Teilnehmer aus fünfunddreißig Ländern, etwa 700 Priester und ca. 50 Bischöfe. In den Vereinigten Staaten sollen 10 000 Priester, 10 % der anglikanischen Pfarrer und 300 000 Laien, Charismatiker sein. Hervorragende Theologen wie Karl Rahner, Gregory Baum, Bischöfe wie McKinney und Vath, Kardinal Suenens und sogar der Papst haben sich für die Bewegung ausgesprochen. »Niemals vorher«, konstatiert ein Theologe der Episkopalkirche, »war eine ebenso weite Ausdehnung der Wirksamkeit des Heiligen Geistes in einer ebenso außergewöhnlich heruntergekommenen Zeit zu verzeichnen«. In weniger als zehn Jahren »hat sich dieses Verlangen nach dem Heiligen Geist als Macht und Fülle gleichsam auf dem ganzen Planeten manifestiert. . . Wissenschaftlich ist dieses weltweite Phänomen nicht zu erklären. Die Gleichzeitigkeit dieser Bewegungen des Aufbruchs bleibt unbestritten unerklärlich« (G. Appia).


In Europa

In Deutschland hat die noch lebendige Erinnerung an die wechselvolle Geschichte der Anfänge der Pfingstbewegung und die entschiedene Stellungnahme der Evangelikalen gegen sie die charismatische Bewegung von Anfang an vom pfingstkirchlich-theologischen Kielwasser ferngehalten.

Anfang 1960 entdeckte Pfarrer Arnold Bittlinger den charismatischen Aufbruch in den lutherischen und anglikanischen Kirchen der Neuen Welt. Er teilt seine Beobachtungen und Erfahrungen zahlreichen Christen in Deutschland mit und führt 1963 etwa 80 Theologen und Laien zu einer Studientagung über »die Wirksamkeit des Heiligen Geistes heute« zusammen. Er distanzierte sich deutlich von der amerikanischen Bewegung: »Ich bin beunruhigt«, schreibt er im Blick auf die Entwicklung in den Vereinigten Staaten an W. Hollenweger: »das pfingstkirchliche Vokabular wird rein und einfach in den charismatischen Aufbruch übertragen«. Für ihn ist im Gegensatz dazu »jeder wiedergeborene Christ Charismatiker. Wir Christen warten nicht auf einen speziellen Akt des Geistempfangs in »Versiegelung« oder »Geistestaufe«, sondern wir wissen, daß der Heilige Geist in jedem Christen wohnt.« Der Theologe Wolf-Eckart Failing hat dasselbe in den Thesen über die deutsche charismatische Bewegung gesagt (These 5). Er weist es genauso zurück, eine Unterscheidung zwischen den übernatürlichen und natürlichen Gaben zu treffen oder eine Hierarchie unter ihnen aufzubauen. »Alle Gaben sind übernatürlich-natürlich und außergewöhnlich-gewöhnlich« (These 8)

In Frankreich sind neben den Pfingstgemeinden die »Union de prière« von Charmes und manche Baptistenkirchen seit einigen Jahrzehnten für die Lehre offen, die gegenwärtig durch die charismatische Bewegung verbreitet wird. Dennoch faßt der Aufbruch erst in den 70er Jahren nach der Veröffentlichung der Bücher von Sherrill, Wilkerson und Du Plessis Fuß. Im Frühjahr 1971 entstehen an verschiedenen Orten Gebetsgruppen. Ein Priester, der Pater von Monléon, nimmt an einem charismatischen Kolloquium der Porte Ouverte teil. Im Oktober 1971 vermittelt ein amerikanischer Jesuit seinen Enthusiasmus den Theologen von Lyon. 1972 kommen Franzosen, die in der katholischen Kirche in den Vereinigten Staaten die charismatische Erfahrung gemacht hatten, in ihr Land zurück und rufen Gebetsgruppen ins Leben. Im gleichen Jahr gehen neun protestantische Pfarrer und Laien nach Pittsburgh, um die Erweckung in den Gemeinden dort zu studieren und kommen als Enthusiasten zurück. 1972 finden verschiedene internationale theologische Kolloquien über den Aufbruch statt (Ev.-theol. Fakultät von Montpellier, kath. Seminar von Viviers); 1975 bestehen mehr als 400 interkonfessionelle Gebetsgruppen mit etwa 20 000 Mitgliedern über ganz Frankreich verteilt, und ihre Zahl wächst ständig.


III. Die Ausgießung des Geistes


A. Die Erfahrung der Geistesausgießung


Der amerikanische Zweig der charismatischen Bewegung

Die amerikanischen Charismatiker haben im großen und ganzen die Lehre der Pfingstbewegung von der Geistestaufe wieder aufgenommen.

In dem Buch »Der Heilige Geist und Du« von Dennis und Rita Bennett über die Lehre der Bewegung definierten sie die »zweite Erfahrung« des Christen als Empfang des Heiligen Geistes. Der Glaubende hat schon den Heiligen Geist erhalten (englisch = "got"), aber er hat ihn noch nicht angenommen (englisch = "received = "made welcome", aufnehmen, wie man einen Gast aufnimmt). Es handelt sich darum, dem Heiligen Geist in uns Raum zu geben, »damit er in unserem Leben mehr Platz einnimmt und durch uns in die Welt hinausströmen kann«. Die Geistestaufe ist nach ihm »der Augenblick, in dem Sie die Fülle des Heiligen Geistes empfangen, d. h. die Minute, in der Sie der Macht Gottes zum ersten Mal erlauben, von Ihrem Geist in Ihre Seele und Ihren Körper und in die Welt um Sie herum überzufließen«. Diese Geistestaufe ist normalerweise durch das Zungenreden, eine Art Gratis-Zugabe, gekennzeichnet. D. Bennett behauptet, sein Sohn habe den Heiligen Geist nicht empfangen »aus dem einfachen Grund, weil er die Sprache, die der Geist ihm geben wollte, nicht aussprach«.

Die »Geistestaufe« ist »die zentrale Lehre der Neo-Pfingstbewegung«. Sie ist eine Erfahrung, die »spontan oder bei Gebet und Handauflegung auftreten kann« (Larry Christenson). Michael Harper, der Begründer von »Fountain Trust«, stützt sich auf Lk. 11,13 bei seiner Aussage, daß der Glaubende den Heiligen Geist erbitten müsse - die Welt kann ihn nicht empfangen (Joh. 14,17) -, denn er empfängt ihn nicht automatisch bei seiner Bekehrung.(»Une puissance pour le Corps de Christ«, Maison Lafitte, 1974).

»In der Urkirche«, sagt er, »begleitet die Gabe des Zungenredens normalerweise den Empfang des Heiligen Geistes« (S. 41) und setzte so das Zeichen. Heute »ist es möglich, diese Segnung zu empfangen, ohne sofort in Zungen zu reden, und zwar wegen unwichtiger Faktoren wie: Unwissenheit, Angst und Vorurteile; doch dann ist es nötig, sich darin zu üben, eine neue Sprache zu sprechen, »indem man seinen Verstand ausschaltet«. »Für den Anfang ist es vielleicht ein einziges Wort oder aber eine Flut von Worten, doch der Heilige Geist wird uns weiterhin in dem Maß "Worte" geben, in dem wir in der Übung dieser wunderhaften Gabe des Heiligen Geistes ausharren« (S. 49).

Bennett und Bittlinger geben analog Ratschläge für die Übung im Zungenreden.


Der europäische Zweig der charismatischen Bewegung

In Deutschland und Frankreich

Die »europäischen« Zweige der charismatischen Bewegung zeigen eine etwas andere theologische Färbung. Während die französischen protestantischen Charismatiker zum großen Teil der Theologie der Pfingstbewegung folgen, distanzieren sich die deutschen meistens, wie wir bereits sahen.


In der katholischen Kirche

Die Katholiken gehen ebenfalls andere Wege, was die traditionelle pfingstliche Lehre betrifft.

»Wir sollten nicht davon reden, die Taufe im Heiligen Geist zu empfangen, sondern davon, die Taufe im Heiligen Geist zu erneuern«.

»Die Ausgießung des Geistes aktualisiert lebendig und konkret, was die Christen schon empfangen haben«.

Die französischen katholischen Charismatiker ziehen es auch vor, den Ausdruck »Geistestaufe« nicht zu gebrauchen, da »viele Exegeten und Theologen ihn für ungeeignet halten«; sie raten dazu, einfach von der »Ausgießung des Geistes« zu sprechen«. Andere schlagen vor: »Befreiung des Geistes« oder »... der Kraft zum Zeugnisgeben«, oder die »Erneuerung des Taufsakramentes«. »Der Ausdruck >Ausgießung des Heiligen Geistes< drückt die Erfahrung eines Glaubenden aus, der sich dazu getrieben fühlte, sein ganzes Leben radikal unter den Antrieb durch den Heiligen Geist zu stellen, und der es getan hat, weil er durch die drängende Fürbitte einer Gruppe von Christen getragen wurde, die um seine Erneuerung durch den Heiligen Geist gebetet hat« (J.-M. Garrigues).

»Es handelt sich um ein Emporsprießen, um ein Aufspringen, wie wenn Knospen aufspringen, um eine Tat des Heiligen Geistes, der latente innere Energien entbindet und freisetzt. Es handelt sich darum, daß das Bewußtsein deutlicher von der Gegenwart und Macht des Geistes in Beschlag genommen wird« (Kardinal Suenens, S. 100).

Normalerweise wird diese Ausgießung in einer Gebetsversammlung erbeten und durch Handauflegung derer, die den Geist bereits haben, empfangen.

Sie »befreit und aktualisiert die Kraft des Heiligen Geistes, der schon seit der Taufe in uns wohnte. Es handelt sich nicht um ein neues Sakrament, sondern um die bewußte Verwirklichung unseres Lebens als mündige Christen. Die Ausgießung des Geistes aktualisiert nur die Kraft der Sakramente Taufe und Firmung. Mit Sicherheit hat der Geist Christi durch Taufe und Firmung bereits in mir Wohnung genommen. Doch ich hielt den Geist Gottes in mir in Ketten gefangen, und der hält es schlecht in den engen Grenzen aus, die wir ihm stecken« (P. Soubeyrand).

»Die Ausgießung des Geistes ist nichts anderes als ein Wiederaufleben der Taufgnade, die der Geistempfang in unserem Sein versiegelt hat« (J.-M. Garrigues).

»Was Gott in der Taufe gegeben hat, muß im Leben des einzelnen verwirklicht werden ... Die Taufe zu aktualisieren besteht nicht im Geistempfang selbst, sondern darin, dem Geist, der schon im Christen wohnt, freien Lauf zu lassen (release).«

»Der Heilige Geist erneuert die ganze Gnade ihrer Taufe und ihrer Firmung« (Ranaghan).

»Zu welchen Bedingungen erhält der Glaubende diese Gnade? Die Ausgießung des Geistes ... erfordert zunächst gewisse Vorbereitungsmaßnahmen:

Ich werde mir meines Elends bewußt,

Ich bereue meine Sünde,

Ich mache mir klar, wie ohnmächtig ich bin, mich allein von ihr zu lösen,

Ich erfasse, daß Jesus der Erlöser des Menschengeschlechts und mein persönlicher Heiland ist, der mich liebt,

Ich weiß, daß er mir seinen Geist verheißen hat, damit ich meinem hochmütigen, egoistischen und egozentrischen Ich sterben kann und durch den Heiligen Geist zur Liebe Gottes und meiner Mitmenschen wiedergeboren werde: >Wir sind vom Tod ins Leben hinübergeschritten, weil wir unsere Brüder lieben<« (J.-M. Garrigues).


Zusammenfassung

So hat man nach J.-P. Dietle zwei verschiedene Gruppen unter den charismatischen Bewegungen vor Augen,

»wenn man sie mit der klassischen Pfingstbewegung in Beziehung setzt:

die erste Gruppe nimmt fast ohne Änderung die pfingstkirchliche Theologie von der »Taufe im Heiligen Geist« und ihrem »Zeichen« auf: das Reden in Zungen (die charismatischen Bewegungen in den protestantischen Kirchen in den USA und in den protestantischen französischen Kirchen).

Die zweite Gruppe distanziert sich mit voller Absicht von der Pfingstbewegung, um ein eigenes Profil zu finden (die katholische charismatische Bewegung und die charismatische Bewegung in den protestantischen Kirchen Deutschlands)«.

B. Die Wirkungen der Geistausgießung

Was sind nun die Wirkungen dieser Geistausgießung?

»Die meisten dieser Wirkungen entsprechen denen einer Bekehrung oder jenen, die eine neue Übergabe an den Herrn begleiten oder eine neue Stufe des geistlichen Lebens« (H. Caffarel [Faut-il parler dún Petntecotisme catholigue? Paris 1973]).

Der Autor verzeichnet auch

»einen Zuwachs an göttlichem Leben, die Entdeckung des inneren Gastes, ein lebendiges und freudiges Gebet, Liebe zur Heiligen Schrift, Bindung an die Kirche, Missionseifer, manchmal eine Erfahrung von Befreiung, die Gnadengaben, die zum Wohl der Gemeinde gegeben wurden (darunter: Prophetie, Unterscheidung der Geister, Macht zu Heilungen, Zungenreden, die Gabe der Auslegung)« (S. 62-70).

»Man bemerkt (bei den Anhängern der Bewegung) einen geschärften Sinn für die Nähe Gottes, eine lebendige Liebe zum Gebet und zur Betrachtung der Heiligen Schrift, einen vermehrten Eifer zum Evangelisieren, eine größere Fähigkeit, die Forderungen des christlichen Lebens zu erfüllen, die man vorher als zu schwierig, ja als unerfüllbar ansah. Es handelt sich gewissermaßen um eine neue Kraft, die man dem Heiligen Geist verdankt« (F. A. Sullivan).

»Sehr stark war in mir dieser Hunger nach dem Wort Gottes im Neuen Testament: die Wahrheit schien mich anzuspringen. Ich war unersättlich« (Pater Duane Stenzel, Franziskaner).

Kurz und gut: dies nennen die Evangelikalen die wesentlichen Früchte einer echten Bekehrung oder Wiedergeburt. Und die Theologen, die diese Erfahrung analysiert haben, vermerken:

»Die erste Komponente ist die Bekehrung des Herzens ... der Glaubende wird sich all dessen bewußt, was ihn in seinem Leben nach und nach von der Liebe Gottes getrennt hat. Aber er entdeckt auch, daß er gleichzeitig von dieser selben Liebe gedrängt wird, sich aufzumachen und zu seinem Vater zu gehen, der ihm schon auf der Landstraße entgegenkommt« (J.-M. Garrigues [Vie spirituell, Paris 1974, S. 75]).

»Es wird ihm klar, daß er nichts tun kann, um sich die göttliche Gnade zu verdienen; er läßt sich in die Hände Gottes fallen und empfängt seine Gnade durch den Glauben. Das erste Geschenk der heiligenden Gnade ... wird das kühne Vertrauen sein, Gott alles sagen zu können, vor ihm ungeschützt zu sein, sich einer völligen Freiheit des Wortes zu freuen, die die Gnadengabe des Gebetes in Zungen auf ihre Weise ausdrückt ... Die erste Gabe der Geistausgießung ist das Vertrauen zu Gott, der im Glauben lebendig, gegenwärtig und als Beschützer wahrgenommen wird; die Liebe treibt die Furcht aus« (a.a.O., S. 79).

»Meine Hauptschwierigkeit vor der Geistestaufe«, sagt ein bei Ranaghan zitierter bekehrter Katholik, »war, daß ich nicht akzeptieren konnte, ich dürfe völliges Vertrauen zu Gott haben. Ich konnte meinen Willen nicht total dem Willen Christi ausliefern.«

»Aller Ruhm sei Gott dem Vater durch Jesus Christus«, sagt ein anderer. »Durch seine Wunden und sein Blut hat er uns neu geschaffen.«

»In meiner Verstocktheit«, ein dritter, »glaubte ich nicht, daß das Opfer Jesu ausreiche, um mich zu retten. Ich betete . . ., Jesus möge mich so annehmen, wie ich war.« »Wir sind wahrhaftig durch das Blut Jesu und seine Auferstehung wiedergeboren ... Er hat uns den Glauben geschenkt; seine Gegenwart und seine Kraft haben unser Leben umgestaltet«.

Würde ein Pietist anders von seiner Bekehrung reden?

Hinter diesen Formulierungen erkennt der evangelikale Christ die Echtheit der zentralen Erfahrung christlichen Lebens, die in der Bibel mit den Worten Buße, Umkehr (Bekehrung), Glaube oder Wiedergeburt bezeichnet wird. Wie die Evangelikalen von einem »Wachstumsprozeß« neben plötzlichen Bekehrungen reden, sagen die Charismatiker, daß das Bewußtsein die verschiedenen Gnaden der Initiation (d. h. der Taufe) kontinuierlich und »ohne jede Hochgefühle oder »Gipfelerlebnisse« ergreifen kann. »Es gibt keinen bestimmten Augenblick, den man als den Moment bezeichnen könnte, an dem der Eintritt ins Bewußtsein geschehen ist. Es gibt nur das schrittweise Wachsen, das sich über Monate und sogar Jahre erstreckt.«

In der Tat ist diese »Ausgießung des Geistes« für zahlreiche Katholiken und Protestanten der Anlaß gewesen für eine radikale Umformung ihres Lebens und für die Entdeckung der geistlichen Realitäten: Gebet, Bibellesen, brüderliche Gemeinschaft, Zeugnis, christlicher Dienst. In einem anderen religiösen Zusammenhang würden sie sagen, »sie seien bekehrt« und »wiedergeboren«. Das Vokabular bedeutet wenig, das Wesentliche ist die Wirklichkeit, über die man sich ohne Rückhalt freuen soll. Und diese Bekehrungen sind echt.

»Es hätte nicht solch einen Lärm um diesen Aufbruch gegeben, wenn es nicht offensichtlich erneuerte und umgewandelte Männer und Frauen gegeben hätte« (A. M. Besnard).

Trotz seiner Zurückhaltung dem »Aufbruch« gegenüber sagt auch H. Blocher, daß Gott in dieser Bewegung am Werk ist und daß ihre Früchte uns Freude machen können.

Die charismatischen Gruppen haben noch andere geistliche Werte der Urkirche wiederentdeckt. »Die Gruppen bleiben lange zusammen und verbringen den größten Teil ihrer Zeit damit, zu beten, Gott zu suchen und auf sein Wort zu hören.« An diesen Gebetsversammlungen ist nichts besonders Anziehendes, es gibt dabei weder emotionale Erregung noch mystische Schwärmerei. Im Gegenteil: wer schon bei pfingstkirchlichen Versammlungen dabei war, ist über die Nüchternheit, Würde und Andacht der ganzen Versammlung überrascht. Falls es eine Botschaft oder einen Gesang in Zungen gibt, dauern sie nur einige Minuten. Sonst erinnert das Treffen an Gebetsversammlungen jeder lebendigen evangelikalen Gemeinde. Alle Altersstufen, alle sozialen Schichten sind buntgemischt; ein nordafrikanischer Arbeiter wird von Studenten brüderlich aufgenommen, die Katholiken unterscheiden sich von den Nicht-Katholiken höchstens durch ihre katholische Übersetzung oder eventuell durch ihr Priestergewand.

Diese Gruppen wachsen sicher deshalb so schnell, weil sie, wie A. Bittlinger bemerkt hat, auf das Heimweh unserer Zeit eine Antwort geben.

»Unsere Zeit«, sagt er, »ist durchdrungen von einer weitverbreiteten Sehnsucht, einem unendlichen Heimweh nach echtem und tiefem Leben, das sich jenseits der sichtbaren Welt verankern möchte; eine offensichtliche Reaktion auf die Banalität des Alltäglichen und auf die Versachlichung und Rationalisierung des Lebens. Diese Sehnsucht zeigt sich hauptsächlich unter drei Formen: 1) Hunger nach Ekstase, 2) Hunger nach Liebe, 3) Hunger nach Gemeinschaft.« Dieses Sehnen sucht aber in falschen Richtungen.

»Es ist so«, fährt der Autor fort, »daß ich z. B. die Drogenwelle als einen Versuch betrachte, den Hunger nach Ekstase zu stillen, die Sexwelle als eine Pseudoantwort auf den Hunger nach Liebe und die Okkultismuswelle als einen Versuch, das Bedürfnis nach einer Macht zu befriedigen, die Sie über das individuelle Sein hinaushebt ... Alles, was sich zur Zeit unter den Namen Gruppendynamik, sensivity training, Kreativitätsgruppen tut, versucht eine Antwort auf das Bedürfnis nach Integration in eine Gemeinschaft zu liefern und den Menschen mit der Kraft, die in der Gemeinschaft liegt, zu nützen.«

Dann zeigt der deutsche Theologe, wie die charismatische Bewegung auf das dreifache Sehnen des heutigen Menschen eine Antwort gebracht hat.


Teil 2: Eine Beurteilung der charismatischen Bewegung

Quelle: Alfred Kuen, Die charismatische Bewegung, R. Brockhaus-Verlag, 1976, ISBN 3-417-00618-X, (das Buch ist vergriffen)



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Ins Netz gesetzt am 23.08.2003; letzte Änderung: am 07.06.2016
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