Überrascht von der Entdeckerfreude

Eine Ermutigung zum Bibelstudium

von Wolfgang Klippert [ 1 ]


"Es ist 6.30 Uhr. Ich bin wieder einmal zu spät aufgestanden. Zum Kaffee aufbrühen reicht es nicht mehr. Nur noch ein Glas Instant-Kaffee kann mich retten: ein Löffel Pulver, heißes Wasser, umrühren - fertig!"

In unserer stressigen Zeit werden viele solcher Instant-Verfahren entwickelt: schneller Erfolg bei minimalem Aufwand. Wer wünscht sich das nicht?! Leider entsteht dabei aber auch eine Grundhaltung, die zur Oberflächlichkeit neigt. Es fehlen dann der Wille und die Kraft, mit Mühe und Zeitaufwand eine Sache bis ins Detail zu betreiben. Natürlich sind wir als Christen von diesem Trend nicht ausgenommen. Gerade unser Umgang mit dem Wort Gottes ist allzu oft von der Oberflächlichkeit bedroht: Kalenderblatt kurz lesen, einige Gedanken bewegen - fertig!

Viele Christen haben solche "InstantVerfahren" im Umgang mit der Bibel zur Regel gemacht. Zu einem wirklich intensiven Bibelstudium finden nur noch wenige. Und das ist mehr als bedauerlich. Die Freude am Umgang mit der heiligen Schrift schwindet in dem Maße, wie man durch schnelles Hineinschauen eben gerade nichts mehr in ihr entdeckt. Und aus dieser unterschwelligen Verdrossenheit kann es natürlich auch nur sehr begrenzt zu einem geistlichen Wachstum des einzelnen und der Gemeinde kommen. Dabei gäbe es so viel in der Schrift zu entdecken! Gottes Wort ist wie ein Schatz. Aber man birgt ihn nicht im Schnellverfahren, sondern nur im intensiven Bemühen des ausdauernden Bibelstudiums. Dieses Geheimnis gilt es neu zu entdecken und sich überraschen zu lassen von der Entdeckerfreude, die im Umgang mit dem Wort entsteht.


Bibelstudium ist intensives Arbeiten an Gottes Wort

Wie der Name Bibelstudium schon sagt, geht es dabei um mehr als die tägliche Bibellese. Bibelstudium ist ein Sich-Mühen um den Text, das versucht, bis in die Einzelheiten hinein dem Wort nachzuforschen und biblische Linien und Zusammenhänge zu entdecken. Im Bewußtsein mancher Gläubigen ist das Wort Gottes eher eine Sammlung einzelner "Losungen" und Andachtsverse, eine Aneinanderreihung einzelner Abschnitte. Ein Verständnis der Zusammenhänge wird trotz jahrelangen Umgangs mit dem Wort oft kaum gewonnen. Um nicht falsch verstanden zu werden: Kalenderblätter, die Herrnhuter Losungen, Bibel lesen und Andachtsbücher haben all( ihren Platz und ihre Bedeutung. Aber wer nur von solchen "Mini-Rationen" lebt, wird vor dem gedeckten Tisch des Wortes Gottes sitzen und dennoch verhungern. Das eigenständige Nachdenker über Gottes Wort ist eben durch keine Kurzauslegung zu ersetzen - und da! beabsichtigen solche Schriften auch nicht!

Wieviel mehr sollten wir uns von der Freude der Psalmisten anstecken lassen, Das Wort Gottes ist ihnen "köstlicher ah Gold, ja gediegenes Gold, und süßer als Honig und Honigseim" (Ps. 19,11). "An deinen Satzungen habe ich meine Lust", bekennt der Schreiber des 119. Psalms. Und nicht umsonst beginnt das Buch der Psalmen mit einer Glücklichpreisung für den, der "über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht" (Ps. 1,2). Sich Zeit nehmen für das Wort Gottes, mit ihm Zeit verbringen, nachblättern und nachdenken, "widerborstigen" Stellen nicht ausweichen, sondern ihnen nachgehen, Bekanntes neu entdecken, nach der Tragweite für Lehre und Leben fragen - das alles gehört zum Bibelstudium und macht es so fruchtbar und unersetzlich.


Bibelstudium eröffnet ein vertieftes geistliches Leben

Nun herrscht leider bei vielen der Gedanke vor, Bibelstudium sei etwas für den gelehrten Fachmann. Der "einfache" Christ brauche nicht so tief in das Wort einzudringen und könne das auch wegen mangelnder Fachkenntnisse, beispielsweise der biblischen Sprachen, nicht. Kindlicher Glaube allein genüge; und auf den gelebten Glauben käme es schließlich an. Offensichtlich hatten die Apostel da eine ganz andere Meinung. Glaube und Erkenntnis sind gerade keine Gegensätze, sondern notwendige Ergänzung. Wachstum im geistlichen Leben ist unmittelbar abhängig von einem vertieften Verständnis des Wortes (vgl. Kol. 1,9-11; 2.Tim. 3,15f). Nein, nicht nur der "Fachmann", jeder Glaubende ist aufgefordert, sich in die Schrift hineinzuvertiefen. In fünf verschiedenen Bereichen möchte ich diese Notwendigkeit des intensiven Betrachtens der Bibel erläutern.


a. Bibelstudium hilft, gesunde Lehre zu erfassen

Ein normales Gemeindeglied bekommt im Laufe einer Woche eine Menge "Wort" geboten: Gottesdienst, Mahlfeier, Bibelstunde und manches mehr. Auch wenn dort biblische Lehre vermittelt wird, und davon gehe ich einmal aus, ist es doch bemerkenswert, wie wenig oft behalten und verinnerlicht wird. Gerade an dieser Stelle ist der eigene Umgang mit dem Wort wichtig: Parallelstellen werden aufgeschlagen, die Konkordanz wird gebraucht, ein Kommentar oder ein gutes Buch wird zu Rate gezogen. Auf alle Fälle wird nicht nur passiv gehört, sondern aktiv erarbeitet und entdeckt. Dabei werden auch Themen betrachtet werden können, die vielleicht schon lange nicht mehr in der Gemeinde angesprochen wurden. Dieses systematische und eigenständige Studium der Bibel unter bestimmten thematischen Gesichtspunkten und im Fragen nach der Selbstentfaltung biblischer Texte gibt einen notwendigen Einblick in gesunde Lehre. Und ohne dies kann es kein gesundes geistliches Wachstum geben.


b. Bibelstudium hilft, die Geister zu unterscheiden

Unser Glaube wird vielfältig herausgefordert, sei es durch philosophische und zeitgeistige Strömungen oder durch Anfragen aus der Gemeinde selbst. Nicht wenige Christen stehen hilflos vor solchen Herausforderungen und lassen sich sogar unbemerkt auf bibelfremde Denk- und Handlungsmuster ein. Verursacht ist das in vielen Fällen durch einfache Unkenntnis der Schrift. Man läßt sich von Ahnungen, Halbwahrheiten oder von unreflektierten Gemeindetraditionen leiten oder geht eben einfach von der persönlichen Meinung aus - jedenfalls nicht von fundierter biblischer Lehre. Kann es da wundern, daß viele ihren Glauben nicht mehr vermitteln können oder gar selbst falschen Lehren anheim fallen? Jeder Christ sollte das Wort so kennen, daß er Rede und Antwort stehen kann. Das kann aber die Predigt allein nicht leisten. Dazu gehört der engagierte Umgang mit Gottes Wort im eigenen Studium.


c. Bibelstudium hilft, das Gebetsleben zu vertiefen

Wir haben es in unseren Gemeinden zur Regel gemacht, keine festformulierten Gebete zu sprechen. Selbst das Vaterunser erscheint vielen schon zu "kirchlich". Das Gebet als Herzenssache soll eben direkt vom Herzen kommen. Oft erschrecke ich aber über die Verarmung vieler Gebete. Nicht daß es ihnen etwa an Länge fehlen würde, aber oft am Inhalt. Und auch meinem Gebet fehlen oft die Worte. Stetig wiederkehrende Floskeln beherrschen weithin unser Reden mit Gott. Damit ich recht verstanden werde: Ich maße mir nicht an, über irgend jemandes Gebet zu Gericht zu sitzen! Der Herr sieht das Herz an!

Aber ist nicht die Lebendigkeit des Gebets auch Ausdruck der Verwurzelung im Wort? Das Verständnis des dreieinigen Gottes, seines Heilshandelns durch die Geschichte von Abraham her über Israel zur Gemeinde, die Sendung Jesu bis hin zu neuem Himmel und neuer Erde ist weithin so gering, daß auch die Worte des Gebets zu flachen Formeln verkommen. Und selbst wenn man alle diese Zusammenhänge kennt, aber nicht durch stetiges Forschen in der Schrift darin lebt, kommt kein lebendiges Gebetsleben zustande. Eine der eindrücklichsten Zeiten meiner Christusnachfolge war die Vorbereitung auf das bibelkundliche Examen im Rahmen meiner theologischen Ausbildung. Die konzentrierte Beschäftigung mit dem Wort hat mein Gebetsleben so bereichert, wie ich es später kaum je wieder so erlebt habe. Wer Gott anbeten und loben will, muß wissen wofür. Ohne Forschen in der Schrift bleiben wir stumm.


d. Bibelstudium hilft, den Willen Gottes zu erkennen

In die Nachfolge treten, bedeutet, seinen Eigenwillen aufzugeben und nach Gottes Willen zu fragen. So schwer das im Einzelfall vollzogen wird, so würden wir doch alle zustimmen. Die oft aus innerer Not gestellte Frage aber lautet: "Was will Gott denn eigentlich von mir?" Wenn auch die komplexe Frage der Lebensführung hier nicht entfaltet werden kann, so glaube ich doch, daß oft ein gründliches Studium der Schrift für die Beantwortung dieser Frage zentral wäre. Viele greifen zu sehr problematischen Methoden der "Schriftauslegung" und lassen sich auf irgend eine Weise "ein Wort schenken" oder "einen Weg zeigen". Dabei ist die Schrift voller klarer Gebote und geistlicher Prinzipien, die unser vielfältiges Leben abdecken und es leiten sollen.

Paulus fordert uns zum aktiven Tun heraus: "Prüft, was der Wille Gottes ist..." (Röm. 12,2b). Und als wesentliche Voraussetzung dazu fordert er eine Erneuerung des Denkens (V.2a). Diese Erneuerung kann nur geschehen, wenn wir uns gründlich in das Wort "eindenken" und uns auch infrage stellen lassen. Mancher Ruf nach dem Willen Gottes wäre längst beantwortet, wenn der in der Schrift niedergelegte Wille Gottes durch ernsthaftes Bibelstudium erfaßt worden wäre. Intensives Bibelstudium ist daher die Voraussetzung eines erneuerten Denkens, das im Sinne des Herrn und in Verantwortung vor ihm christliches Leben aktiv gestaltet. Wer dagegen nur in akuter Not verzweifelt in der Schrift blättert, vermag meist keine Hilfe zu erfahren und fördert geradezu geistliche Unreife. Wer dagegen kontinuierlich in Gottes Wort lebt, lernt den Willen seines Herrn kennen.


e. Bibelstudium hilft, das Gemeindeleben zu bereichern

"Man kann nicht mehr geben, als man hat", lautet eine alte Wahrheit. Gerade dort, wo ein biblisches Gemeindeverständnis vertreten wird, das bewußt am allgemeinen Priestertum orientiert ist, kommt es auf den einzelnen an. Die Qualität der Zusammenkünfte beispielsweise, in denen der Beitrag des einzelnen erwartet wird, hängt wesentlich von der Qualität ab, mit der sich jeder mit dem Wort beschäftigt. Nicht nur im Bereich des Gebets finden wir oft eine Verarmung, auch im Bereich des Wortes, das als Zeugnis oder Verkündigung gegeben wird. Geistliche Tiefe wird nur dort gewonnen, wo jeder aktuell und frisch am Wort Gottes arbeitet und aus diesem gewonnenen Schatz dann weitergibt.

"Wer kärglich sät, wird kärglich ernten." Ohne Studium der Schrift verarmt nicht nur der einzelne, sondern auch die Gemeinde. Deshalb blieb die erste Gemeinde neben Gebet, Gemeinschaft und Brotbrechen fest in der Apostellehre.


Bibelstudium ist durch nichts zu ersetzen

Nun will ich nicht den Eindruck erwecken, als sei Bibelstudium das Allheilmittel für den Christen und die Gemeinde. Aber es ist doch ein ganz wesentlicher Faktor. Die Verankerung im Wort, wie unsere Väter aus der Zeit der Erweckung sie hatten, ist uns zum Teil verloren gegangen. Sollte es wirklich nur an der notwendigen Zeit mangeln oder an fehlender Anleitung?

Es ist entscheidend wichtig, das Wort zu studieren und unseren Herrn selbst darin zu entdecken. Die Vielfalt der biblischen Aussagen, die Vorbilder des Glaubens, die Geschichte Gottes mit Israel und der Gemeinde, die Gestaltung des geistlichen Lebens - das alles zu entdecken, bringt wirklichen Gewinn und weckt ungeahnte Entdeckerfreuden. Die Mühe lohnt sich. Wir sollten uns ermutigen lassen, zu beginnen.

1989 Wolfgang Klippert. Alle Rechte vorbehalten.

 

Praktische Hilfe zum Bibelstudium

Der Hauptartikel "Zum Thema" (Seite 4) sollte dazu motivieren, selbständiges Bibelstudium zu betreiben. Sicherlich haben sich schon viele einmal daran gewagt. Aber es fehlt oft konkrete Anleitung, wie man Bibelstudium betreiben kann. Im Folgenden möchte ich einige Grundprinzipien vorstellen und verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten nennen. Es handelt sich dabei nur um Anregungen, keinesfalls um eine abgeschlossene Darstellung.


1. Allgemeine Grundsätze für das Bibelstudium

a. Verschaffen Sie sich möglichst einen guten zeitlichen Freiraum zum Studieren der Bibel. Einmal in der Woche neben der täglichen Bibellese ist beispielsweise besser als keinmal.

b. Arbeiten Sie mit Papier und Bleistift, um Ergebnisse festzuhalten und spontane Gedanken nicht zu vergessen. Auf die Dauer eignen Sie sich somit einen Schatz von Bibelwissen an. Außerdem sind Sie so gezwungen, Ergebnisse konkret zu formulieren.

c. Lesen Sie einen Textabschnitt immer im Zusammenhang (Kontext). Selbst wenn beispielsweise Parallelstellen aufgeschlagen werden, fragen Sie, was sie im Kontext konkret aussagen. Wer das nicht beachtet, wird schnell zu"interessanten" aber falschen Ergebnissen kommen!

d. Fragen Sie nicht gleich: "Was sagt der Text für mich?" Zunächst ist wichtig zu entdecken, was eigentlich dasteht und was der Autor dieses biblischen Abschnitts damals sagen wollte. Die Anwendung kommt später!

e. Stellen Sie die wichtigen "W"-Fragen: Wer hat was, warum, womit, wo, wie und wozu wann getan? Es gibt wohl kaum eine Stelle der Bibel, die man nicht anhand dieser Fragen klar und gezielt überblicken kann.

f. Gehen Sie auch schwierigen Stellen nach, aber verbeißen Sie sich nicht darin. Vielleicht verstehen Sie es beim nächsten Mal besser.

g. Benutzen Sie Hilfsmittel zum Studium. Keiner kann alles von sich aus wissen. Es wäre geradezu vermessen zu glauben, den Schatz dessen, was in den vergangenen Jahrhunderten der Gemeinde Jesu gegeben wurde, nicht zu benötigen. Natürlich muß mit Hilfsmitteln kritisch umgegangen werden (bis hin zur Verseinteilung, die auch nicht immer sinnvoll getroffen scheint). Aber zu keiner Zeit hat es derart gute Studienliteratur für jedermann gegeben! Kaufen Sie aber nicht alles, sondern ausgewählt (oder lassen Sie es sich schenken)! Wichtige Hilfsmittel sind eine Konkordanz, ein Bibellexikon (das neue "Große Bibellexikon" aus dem R. Brockhaus Verlag ist sehr empfehlenswert), ein Begriffswörterbuch, einen Kommentar. Das könnte zur Grundausstattung gehören. Natürlich können Sie getrost auch ohne diese Hilfsmittel beginnen! Ihre Bibel sollte möglichst eine wortgetreue Übersetzung sein (z.B. Revidierte Elberfelder) und durch eine sinngetreue (z.B. Menge) ergänzt werden; Übertragungen eignen sich nicht zum Studium. Es gibt natürlich noch eine Menge anderer Studienliteratur, aber die lassen Sie sich am besten einmal an einem Büchertisch zeigen.

h. Ziehen Sie konkrete Anwendungen aus dem bearbeiteten Text.

Folgende Fragen sind sehr hilfreich:

Gibt es...

    - eine Lehre, die ich mir einprägen soll?
    - eine Verheißung, auf die ich mich stützen kann?
    - eine Sünde, die ich meiden soll?
    - einen Irrtum, den ich ablegen muß?
    - ein Vorbild, dem ich nachfolgen kann?
    - ein Gebot, das ich einhalten soll?

Fassen Sie konkrete Schlüsse aus dem Bearbeiteten!

i. Studieren Sie ihre Bibel betend!


2. Verschiedene Möglichkeiten des Bibelstudiums

Jede noch so große Freude am Bibelstudium vergeht auf die Dauer, wenn man monoton immer nach der gleichen Weise vorgeht. Abwechslung ist wichtig, um die Freude nicht zu verlieren. Und da kann man beim Bibelstudium viel tun!

a. Die Buchbetrachtung

Suchen Sie ein biblisches Buch, das Sie bearbeiten wollen. Machen Sie sich zunächst mit den einleitenden Fragen (wer schrieb wann, an wen...) vertraut. Verschaffen Sie sich einen knappen Überblick über das Buch und gehen Sie dann Abschnitt für Abschnitt vor. Das Ergebnis könnte ein eigener Kurzkommentar sein.

b. Die Lebensbildbetrachtung

Personen, die in der Schrift vorkommen, werden genau betrachtet. Man wird versuchen, ihre Lebens- und Glaubensgeschichte zu verstehen. Über manche Personen ist nur an einer Stelle der Schrift die Rede, andere treten an vielen Stellen der Bibel auf. Gerade relativ unbekannte Personen lassen Freiraum für erstaunliche Entdeckungen.

c. Die Themenbetrachtung

Eine Thema wird durch die ganze Bibel verfolgt, z.B. Engel oder Babel/Babylon. Hier kommt man ohne Konkordanz nicht aus. Ein Themenstudium erschließt besonders gut heilsgeschichtliche Zusammenhänge.

d. Die Begriffsbetrachtung

Sie ist in einem gewissen Sinne auch eine Themenbetrachtung, nur, daß sie den Gebrauch eines bestimmten Wortes in der Schrift erhellen will. Was ist z.B. Sühne? Ein Begriffswörterbuch hilft, das Ergebnis zu überprüfen.

e. Andere Möglichkeiten sind das Arbeiten mit Parallelstellen.

Auch das zunächst ungezielte Arbeiten führt in erstaunliche Zusammenhänge. Sie sehen: Bibelstudium kann äußerst vielfältig gestaltet sein.

Versuchen Sie nicht, alles auf einmal zu wollen. Sind Sie nicht enttäuscht, wenn es anfänglich viel Mühe macht und vielleicht schmale Ergebnisse abwirft. Dranbleiben ist entscheidend! Lassen Sie sich überraschen und erwarten Sie bewußt Gottes Segen - er hat ihn zugesagt! Nach 2.Tim. 3,15 haben die "Heiligen Schriften die Kraft, dich weise zu machen zum Heil..."

1989 Wolfgang Klippert. Alle Rechte vorbehalten.

[ 1 ] Der Autor, Wolfgang Klippert, ist theologischer Lehrer an der Bibelschule Wiedenest.



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Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung.
Dieses Papier ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch bestimmt.
Dieser Artikel erschient zuerst in der Zeitschrift der Brüdergemeinden "Die Botschaft" Nr. 12/1989
URL: http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/bibel/bibelstudium.html
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